Artists

Gal•la Uriol Jané

Initiationsritual

21 June – 2 August 2014 | opening: 20 June 2014 – 7 pm

 

 

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Gal•la Uriol Jané fragt, was die Realität sein könnte. Ist ein anderer Blick auf die Wirklichkeit möglich als unsere auf Effizienz ausgerichtete, pragmatische Wahrnehmung der Welt?

Gal•la Uriol Jané versucht eine Befreiung aus diesen routinierten Perspektiven: Keine individuellen Formgebungen zeichnen ihre Arbeiten aus. Vielmehr präsentieren sie sich in einer magischen Allgemeingültigkeit. Es sind »Dinge«, die keinen Zweck erfüllen, obwohl sie aus alltäglichen Gegenständen gemacht sind. Aber eigentlich trifft der Begriff »Gemachtsein« nicht, was diese Dinge sind. Es sieht nicht so aus, als ob die Künstlerin Hand angelegt hätte, um verschiedene Materialien zu Objekten zu formen. Die Materialien scheinen selbst zu entscheiden, mit welchen anderen Stoffen (Knetmasse, Obst, Kartoffel, Fundstücke) sie in Berührung kommen, wie nahe sie sich überhaupt kommen und in welcher Weise sie sich nachbarschaftlich positionieren. Es handelt sich also in keiner Weise um Readymades in der Manier von Duchamp. Gal•la Uriol Jané entkommt derart einer Perspektive, die ausschließlich das Gegenüber zwischen Subjekten und Objekten berücksichtigt. Sie will die Dimension der Beziehungen zwischen den Dingen erweitern und ihre Komplexität hervorscheinen zu lassen. Dabei begibt sich die Künstlerin auf ein Terrain, das ebenso geheimnisvoll wie nüchtern-faktisch anmutet.

Keine menschlichen Gesichter geben sich da zu erkennen, sondern seltsame Masken, welche in ihrer materiellen Beschaffenheit die Allgegenwart der Konsums personalisieren. Genauso wenig sind Augen, keine Nasen und kein Münder in diesen Masken zu identifizieren. Und doch stellt sich unweigerlich das Gefühl, beobachtet zu werden. Was ist dieses Andere, das uns in unserem Schauen auf uns selbst zurückwirft? Wir verspüren den Wunsch, dieses Sammelsurium an Dingen bedeutungsmäßig zu ergründen. Relikte einer anderen Zeit, einer anderen Spezies vielleicht? Nein, es ist etwas Anderes!

Katrin Dillkofer

 

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Gal•la Uriol Jané questions what reality might be. Is another view of reality, beyond our pragmatic, efficiency-oriented perception of the world, possible?
Gal•la Uriol Jané attempts liberation from these routinized perspectives: her works are not characterized by individual forming and shaping. Rather, the objects present themselves in a magical universality. They are “things” that fulfill no purpose, despite being made from everyday objects. Yet, the term “made” does not really apply to what these things are. Seemingly, the artist did not use her hands to craft the various materials into objects. The materials themselves appear to have decided, with which other materials (modeling clay, fruit, potatoes, found objects) they come into contact; even how close they come to each other and how they position themselves as neighbors. So the works having nothing to do with readymades in the sense of Duchamp. Thus, Gal•la Uriol Jané eludes a perspective that merely accounts for the counterpoints of subjective and objective. Instead she expands the dimension of relationships between the objects and allows their complexity to shine through. In this way, the artist places herself in a terrain that seems equally mysterious as it does literal / factual.

No human faces can be discerned, but instead we see strange masks that, in their materiality, personalize the ubiquity of consumption. Similarly, no eyes, no noses, no mouths can be identified in these masks. Nonetheless, inevitably the feeling of being watched emerges. What is this other, that brings our awareness back to ourselves as we look? We sense the desire to give this patchwork of objects a meaningful explanation. Are they relics of another time, of another species, perhaps? No, it is something different!

by Katrin Dillkofer

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